Umbau - vom Kuhstall zum Hofladen
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Schon 2006 hatte ich mir auf dem Salon d'Agriculture in Paris alle vertretenen Schafrassen angeschaut. Danach habe ich noch alles gelesen, was ich zum Thema finden konnte, einen Besuch in Mouton Villages in Vasles eingeschoben und auf der Tech Ovin in Bellac 2007 noch einmal soweit wie möglich die Hand in die Wolle der vertretenen Rassen getaucht. Schliesslich habe ich beschlossen, mir Thônes et Marthod zuzulegen. Die Rasse kommt aus der Savoie in den französischen Alpen, aus der Region von Albertville. Thônes et Marthod wurden als Dreinutzungsschafe gezüchtet (Fleisch, Wolle, Milch) und gelten als Robustrasse.

Ich habe sie für ihre Wolle ausgesucht, die unter allen französischen Rassen den besten Kompromiss zwischen Feinheit und Länge bietet. Nach Informationen von Mouton Village ist die Wolle 15 bis 20 cm lang und der Faserdurchmesser liegt im Durchschnitt bei 36 Micron (schwangt allerdings sehr stark zwischen einzelnen Tieren). Die Längenangabe gilt vermutlich für einmal jährliche Schur. Es wird allerdings empfohlen, die Tiere alle 6 Monate zu scheren, da die Wolle sonst am Schaf verfilzt.
Alle sagen, dass man mindestens 3 Schafe halten soll, damit sie sich als Herde fühlen. Da Martha leider nicht trächtig war, musste ich das dritte kaufen. Als ich einem Züchter von Moutons de Landes de Bretagne bei der Schur half, habe ich ein schönes schwarzes Lamm ausgesucht. Hier ist Ella:
Keine Angst, die Tiere müssen nicht auf dem nackten Boden liegen. Ella und die Ziegen haben den ganzen Garten zur Verfügung und legen sich hin, wo sie wollen. Hier sind sie unter Dach, im Schatten.
Ich verarbeite gerade Tonis Wolle und bin so begeistert davon, dass ich unbedingt mehr Schafe mit dieser Wollqualität will. Also habe ich einen Thônes et Marthod Bock mit weicher Wolle gesucht. Und gefunden:

Die Wollqualität lässt sich zwar noch nicht wirklich beurteilen, da er erst drei Monate alt ist. Aber vorerst ist sie weich und so habe ich ihm das Leben gerettet - er war für die Gefriertruhe vorgesehen. Warum bei ihm die farbigen Markierungen braun sind - und nicht schwarz wie bei seinen Eltern - ist mir genauso ein Rätsel wie dem Züchter. Aber mich stört es nicht (von den drei zur Auswahl stehenden Tieren war er mit Abstand das schönste); es erhöht nur die Spannung, was bei den Lämmern rauskommen wird.
Hier der Nachwuchs von Toni und Clint. Der kleine heisst Stormy, nach der Nacht, in der er auf die Welt kam.
Eine Freundin hatte zwei Angoraziegen, die für Zuchtzwecke zu klein waren. Ich habe ihnen gerne ein neues Zuhause gegeben. Hier sind Charlie und Lucy:

Alles, was man über Ziegen und Zäune sagt, stimmt. Ich habe aufgegeben, die Ziegen freigelassen und das Kraftfutter eingesperrt. Das ist natürlich nicht die geeignete Methode, wenn man einen schönen Garten will. Ich hoffe, die Himbeerbüsche werden sich von der Attacke erholen, wenn ich sie auch eingesperrt habe.
Seite aktualisiert: 13 Februar 2009