Kurze Geschichte des Handspinnens
Überlegungen zum Spinnen lernen
Grundsätze fürs Spinnen mit dem Flügelrad
Funktionsweise des Flügelrades
Indische Buch- oder Attaché-Charkha
Grundsätzliches zu Handspindeln
Grunsdätzliches zur Spinnliteratur
Links - Handspinnen im Internet
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Das Handspinnen ist so alt wie die menschliche Zivilisation: Die Vorbedingungen für gewebten Stoff war ein gesponnener Faden. Einer der frühesten Funde, die Knochenskulptur einer Frau mit aus Schnüren geflochtenem Rock, stammt von ca. 20.000 v. Chr. Falls Sie Englisch lesen, finden Sie die Details in Elizabeth Wayland Barber's Buch 'Women's Work : The first 20,000 years'.
Spinnen bedeutet, Fasern durch Drehen und Ausziehen zu Garn zu verarbeiten. Sie brauchen dazu im Prinzip nur Ihre Finger - aber bald werden Sie sich fragen, was Sie mit dem so erzeugten Faden machen sollen (wenn Sie loslassen, dreht er sich wieder auf). Die Antwort ist das
Das erste zum Spinnen verwendetet Gerät war ein Zweig mit einem Haken an einem Ende. Der Haken fängt das Garn auf, so dass es nicht vom Stock abrutscht. Sie können das Stöckchen auf dem Oberschenkel rollen und so schneller drehen als mit den Fingern alleine. Und das gesponnene Garn können Sie zur Aufbewahrung um das Stöckchen wickeln.
Das Hakenstöckchen funktioniert, aber es ist langsam. Das macht es ein ausgezeichnetes Werkzeug um die Grundbegriffe des Spinnens zu erlernen (drehen und ausziehen). Aber für die Herstellung grosser Garnmengen wird ein besseres Werkzeug benötigt.
Ein genialer Kopf hatte die Idee - man weiss nicht wann - ein Gewicht am Stöckchen zu befestigen, damit es sich von alleine weiterdreht. Die Handspindel war erfunden. Und während Jahrtausenden wurde alles benötigte Garn (denken Sie an Schiffssegel und Kleidung, Teppiche und Decken) mit der Handspindel gesponnen.
Auf diesen Seiten finden Sie mehr Informationen über Handspindeln.
Die nächste Idee war, die Spindel auf einer festen Basis zu befestigen und mittels einer Antriebsschnur zu bewegen, die über ein grosses Rad lief, das von Hand gedreht wurde. Das ist das Prinzip des Spindelrads, das aus dem Osten (Indien oder China) stammt und irgendwann zwischen 500 und 1000 n. Chr. erfunden wurde. Im 13. Jh. hatte das Spindelrad den Weg nach Europa gefunden.
Das grosse Wollrad, hauptsächlich auf den Britischen Inseln verwendet, und die Indische Buch-Charkha sind Beispiele für Spindelräder, die heute noch im Gebrauch sind.
Der Nachteil des Spindelrads ist, dass das Spinnen nicht ununterbrochen vor sich geht. Man spinnt eine Armlänge Garn, dann hört man auf zu spinnen und wickelt das Garn auf. Spinnt wieder ein Armlänge, wickelt wieder auf. Um gleichzeitig zu spinnen und aufzuwickeln, braucht man ein
Es wurde erst im 15. Jh. n. Chr. erfunden. Aber heute ist es das am weitesten verbreitete Spinnrad. Es existiert in vielen Variationen und hat seine eigene Seite verdient: Funktionsweise des Flügelrades
Seite aktualisiert: 07 April 2007